Presseerklärung des FDP Kreisverbandes zur aktuellen Debatte über die Klinikstruktur in der Ortenau

23.05.2017 - Bayer, Dr. Karlheinz

Die Krankenhausstruktur in der Ortenau ist über Jahrzehnte gewachsen. Sie ist mit ihren 9 Klinikstandorten ein Ausdruck der schwiedrigen topographischen Lage und ein komplexes medizinisches Versorgungsnetz. Die jetzt bekannt gewordenen Pläne, die auch die Schließung von bis zu allen Standorten beinhalten, verbunden mit dem Neubau zweier Großkliniken, beunruhigen uns in gleicher Weise wie sie die Bürger aller betroffenen Standorte beunruhigen.

Bekanntermaßen ist die FDP grundsätzlich eine Gegnerin der Subventionspolitik. Im konkreten Fall geht es jedoch in erster Linie um die Daseinsvorsorge, um Fragen, die von der Geburtshilfe bis zum Notarzteinsatz im vitalen Interesse aller Bürger stehen.
Hier dieselben Maßstäbe anzulegen, wie sie bei Wirtschaftsunternehmen angebracht sind, verbietet sich.
Im Vordergrund der Standortdiskussion darf daher nicht stehen, daß ein mehr oder weniger großes Defizit über die medizinischen Belange gestellt werden darf.
Die FDP fordert primär eine Offenlegungung der medizinischen Probleme und Forderungen. Erst wenn sich daraus ein belastbares Strukturmodell ergeben hat, macht es Sinn durchzurechnen, ob ein Ausgleich von Defiziten oder zwei Neubauten von Großkliniken der bessere Weg ist.


Oberkirch und Bad Peterstal, 17. Mai 2017
Dr.Johannes Huber
- Vorsitzender -

Dr.Karlheinz Bayer
- Schriftführer -

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