Das Versagen des Gesundheitsministers Spahn bei der Impfstoffversorgung in Deutschland

01.02.2021 - Huber, Dr. Johannes

Am Sonntagabend in ZDF „Berlin direkt“ war die für jeden sichtbare holprige Impfstoffversorgung in Deutschland Thema. Der Gesundheitsminister verteidigte sich mit dem Hinweis auf Fehler, die jeder im täglichen politischen Geschäft macht.
Er bestätigte, dass die Bundesregierung insgesamt € 700 Mio. 2020 an deutsche Firmen zur Entwicklungsunterstützung von Coronaimpfstoffen bezahlt hat. € 400 Mio. gingen an Biontech und € 300 Mio. gingen an Curavec in Tübingen.
Bei der Impfstoffversorgung mit der Biontech Vaccine liegt in Deutschland international deutlich zurück. Bei dem Impfstoff von Curavec, dessen Zulassung im II. Qurtal 2021 erwartet wird, sollte dies nicht in gleicher Weise geschehen!
Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Bestellung Spahns von nicht von der EMA zugelassenen Antikörperextrakten aus dem Ausland für € 400 Mio. eine Kompensation der verpassten eigentlichen Impfstoffversorgung sein soll. Irgendwie erinnerte das an den Minister Scheuer bei der Maut. Mit dessen Vorgehen sieht der Bund Schadenersatzforderungen von ca. € 500 Mio entgegen.
Es ist wirklich an der Zeit sich ernsthaft um eine zuverlässige Impfstoffversorgung zu kümmern. Wir sehen uns nicht alleine in der Welt, aber die rote Laterne brauchen wir auch nicht.
 
Dr. Johannes Huber
Kreisvorsitzender FDP Ortenau
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