Vom Sprössling zum Umweltretter der Zukunft

01.11.2020 - Gassner, Martin

FDP zu Gast in der Forstbaumschule Burger in Zell a.H.

Foto: Jahannes Baier

Beim Spaziergang durch unsere Wälder dürfte einem wohl nur eher selten der Gedanke kommen woher die Setzlinge, aus denen später etwa große Fichten, Eichen oder auch Douglasienbäume wachsen, denn eigentlich stammen. Rita Klee, Landtagskandidatin der FDP und Martin Gassner-Herz, der zur Bundestagswahl 2021 für die Freien Demokraten antreten wird, gingen mit dem Besuch der Forstbaumschule Burger in Zell am Harmersbach eben genau dieser Frage nach.

Thomas Burger, der seinen mittelständischen Familienbetrieb in der sechsten Generation leitet, führte seine Gäste zu vier Standorten seiner Forstbaumschule, die sich über eine Gesamtfläche von 20 Hektar erstreckt. Dort erklärte er seinen interessierten Besuchern den Prozess von der Pflanzung der Samen bis zur Ernte und dem Verkauf seiner Setzlinge, die später in unseren Wäldern einen wichtigen Beitrag zur Produktion des Rohstoffes Holz aber außerdem natürlich auch zur Speicherung von Kohlenstoffdioxid leisten. Besonders der Umwelteinfluss des Klimawandels stellt für die Forstbaumschule Burger eine große Herausforderung dar. Da zwischen der Entscheidung welche Baumarten angepflanzt werden und dem späteren Verkauf der Setzlinge eine Zeitspanne von mehreren Jahren liegt, birgt die Auswahl der angepflanzten Baumart ein hohes Risiko. Besonders das Beispiel der Fichte hinterließ bei den Besuchern der Forstbaumschule einen bleibenden Eindruck. Gerade mit den heißen und trockenen Sommern der letzten Jahre hatte die Fichte erheblich zu kämpfen, was natürlich zur Folge hat, dass die Anfrage dieser Baumart gegenüber in letzter Zeit stark zurückging. Thomas Burger erklärte, dass es in so einem Fall nicht unüblich sei, dass es Restbestände gäbe, die keinen Abnehmer finden.

Der Klimawandel stellt für die Branche von Thomas Burger eine große Herausforderung dar. Anders herum gesehen kann die Arbeit einer Forstbaumschule aber eben auch eine Chance zur Bekämpfung des Klimawandels sein. Speziell diese Sichtweise unterstrich Thomas Burger als er seinen Gästen über neue Baumarten wie etwa die Amerikanische Roteiche und deren Vor- und Nachteile berichtete. Burger erklärte, dass es insgesamt wichtig sei nicht die eine Baumart zu suchen, die alle Probleme löst, sondern vielmehr auf eine Mischung verschiedener Arten zu setzen, um die Wälder widerstandsfähiger gegenüber Trockenheitsperioden, Schädlingen oder starken Unwettern zu machen. Wie genau letztendlich der Wald unserer Zukunft wohl aussehen wird, kann wohl niemand sagen. Welche Anforderungen er zu erfüllen hat, war Teil der Diskussion, die die liberalen Besucher der Forstbaumschule im Anschluss an die spannende und lehrreiche Exkursion führten.

Bei Rita Klee, Martin Gassner Herz, Johannes Baier vom FDP Ortsverband Oberkirch, der auch mit von der Partie war genauso wie die beiden Steinacher Mitglieder Carlo Stöhr und Jörg Schmieder, bestand Einigkeit darin, dass der Wald der Zukunft wohl mehrere Anforderungen zu erfüllen hat. Einerseits ist da eben die CO2- speichernde Funktion für Liberale eine wichtige Chance, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Gleichzeitig sollte es aber wohl auch möglich sein den Wald forstwirtschaftlich zu nutzen, um weiterhin den begehrten Rohstoff Holz nutzen zu können. Johannes Baier stellte hier fest, dass gerade durch das Bauen mit Holz CO2 langfristig in Gebäuden oder beispielsweise Anbauten gespeichert werden könne, hier also kein Zielkonflikt bestehe. Hierfür erntete er Zuspruch in der Gruppe. Auch Martin Gassner-Herz verdeutlichte am Ende des Besuchs der Forstbaumschule noch einmal wie wichtig die Arbeit der Forstwirtschaft für unsere Zukunft sei und legte dabei auch den Fokus auf Menschen wie Thomas Burger, deren Planung dafür entscheidend sei wie der Wald den Veränderungen der nächsten Jahrzehnte Rechnung tragen könne.  

Text von Jörg Schmieder

   

 

      

 

 

 

 

 

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