Bier braucht Heimat

03.03.2016 - Karadaglis, Michael

Bier braucht HeimatGustav Bauhöfer begrüßte in Ulm Klaus Brodbeck und Michael Theurer. Ca. 30 Interessierte Besucher konnten das köstliche Bier kosten, die Geschichte der Bierbrauerei Bauhöfer erfahren und die politischen Themen der FDP diskutieren.
 


Von links: Klaus Brodbeck, Michael Theurer, Gustav Bauhöfer                                                                                                 Fotos: Michael Karadaglis

„Bierbrauer sind Handwerker“,  erklärte Bauhöfer. Diese Handwerkskunst betreibe seine Familie jetzt seit 6 Generationen im kleinen Dorf Ulm. So solle es auch bleiben, denn Bier brauche Heimat, sagte er. Die Ulmer Brauerei beliefere fast ausschließlich den Ortenauer Markt mit qualitativ hochwertigen Bieren. Nur so könne eine kleine Brauerei bestehen. Neben vielen Anekdoten aus der Bierbraukultur berichtet er, dass das Reinheitsgebot ursprünglich erlassen wurde, um das Backgetreide zu schützen. Der wertvolle Weizen sollte für das Brotbacken genutzt werden. Als Wähler wünscht sich Gustav Bauhöfer, dass die Politik sachlicher wird und das Miteinander wieder im Vordergrund steht. Dies gelte für die Familie, für die Unternehmen, eigentlich für alle bis hoch in Europa.

 

Warum die FDP Wählen ?

Im Anschluss referierten Klaus Brodbeck und Michael Theurer über die Ziele der FDP. Beide sind sehr zufrieden mit der Resonanz im Wahlkampf. Es sei unumstritten, dass die FDP wieder in den Landtag von Baden-Württemberg einziehen werde. Über die Höhe könne man derzeit nur spekulieren. In der Vergangenheit seien die tatsächlich erzielten Wahlergebnisse immer besser als die Vorhersagen der Wahlforscher gewesen.

Die wichtigsten Themen die angesprochen wurden:

  • Bildungspolitik: Die Aufhebung der Grundschulempfehlung war ein großer Fehler der grün-roten Regierung. Die FDP will das mehrgliedrige Bildungssystem erhalten. Dieses war in der Vergangenheit sehr erfolgreich. Vor allem muss jetzt Ruhe in die Schullandschaft einkehren und der Aktionismus muss aufhören.
  • Die Bürokratie, vor allem in Zusammenhang mit dem Mindestlohn, nimmt für kleine Betriebe und Landwirte unerträgliche Ausmaße an. Uniformierte und bewaffnete Zollbeamte sollten lieber für die Grenzsicherung eingesetzt werden und nicht zur Verfolgung von Dokumentationsversäumnissen einfacher Landwirte und Handwerker.
  • Die FDP fordert dass der Staat sich auf seine elementaren Aufgaben konzentriert. Der Bürger soll im Alltag in Ruhe gelassen werden und muss den Freiraum bekommen, sein Leben selbst zu gestalten. Der Staat soll ihn dabei lediglich unterstützen und nicht ihm vorschreiben wie er zu leben hat. Die FDP wolle aber auch einen starken Staat, der dann da ist wenn es um die Sicherheit von Bürgerinnen und Bürgern geht.
  • Alle unsere Aufgaben, sei es Flüchtlingsproblematik oder Sozialaufgaben lassen sich nur mit einer intakten Wirtschaft lösen. Hier sieht die FDP eine Innovationslücke besonders im Mittelstand, hervorgerufen durch strukturelle Nachteile gegenüber Großkonzernen. Dies vor allem im Steuerrecht.
  • Eine große Erleichterung für den Mittelstand wäre ein vernünftiges Erbschaftssteuerrecht. Hier hat die jetzige Regierung mit Finanzminister Wolfgang Schäuble mit dem neuen Gesetz die Lage für den Mittelstand verschlimmert. Auf diese Art und Weise, wie das Gesetz jetzt formuliert sei fördere man nur die Fremdübernahmen und die Hedgefonds.

Viele andere Themen konnten nur gestreift werden: Wohnungsbau, Internetbreitband, Datenschutz, Bargeld und mehr. Die FDP hat eine fundierte Meinung zu allen Themen der Gesellschaft und macht nicht nur mit einem Thema Wahlkampf.

Bilder von der Veranstaltung:

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