Kehl heute: Dorf-Bebauung „mehr steuern“

23.06.2016 - Büssemaker, Dr. Michael

Kehl heute: Dorf-Bebauung „mehr steuern“FDP zur Hauptstraße 160: Fehler in der Vergangenheit suchen; nicht heute
Stellungnahme des Stadtrats Horst Körkel und des Vorstandsmitglieds Dr. Büssemaker
zum Bericht in Kehl, heute vom 21.06.2016

„Die Verwaltung hatte bei der Baugenehmigung für das Projekt Hauptstraße 160 wenig Ermessensspielraum; die Grundlagen des massiven Bauvolumens wurden vor Jahrzehnten gelegt. Aber die Möglichkeiten, hier städtebaulich zu gestalten, wurden nicht genügend genutzt“. Dies ist die Haltung von Horst Körkel, Stadtrat und Dr. Michael Büssemaker, Neubürger und Baudirektor a.D.

Das Bauwerk fügt sich in die nähere Umgebung ein, auch wenn das Fachwerkhaus nicht mehr prägend zur Geltung kommt. Maßstab des Einfügens sind über ein halbes Jahrhundert bestehende Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft.

Mit dem Baugesetzbuch wurde auch der Begriff des „harmonischen Einfügens“ abgeschafft. Nach dem Willen des Bundesgesetzgebers werden damit gestalterische Aspekte deutlich in den Hintergrund geschoben. Es gibt nur noch den Maßstab einer Verträglichkeit des Bauvolumens zur näheren Umgebung.

Die FDP sieht städtebaulich die Priorität, Wohnraum zu schaffen, in der behutsamen Nachverdichtung alter Baugebiete. Im Vorliegenden Fall hätte man frühzeitig eine Veränderungssperre in Verbindung mit einem Bebauungsplan erlassen können. Auch ist seitens zu fragen, weshalb vom im Denkmalrecht verankerter „Umgebungsschutz“ zugunsten des Fachwerkhauses und vom Erhaltungsgebot nach dem Baugesetzbuch nicht mehr Gebrauch gemacht wurde.

Solche Instrumente sollten bei künftigen Bauvorhaben mehr zu Anwendung kommen, so Körkel und Büssemaker.

(c) FDP Kreisverband Ortenau | Technik: Alphadat EDV-Service GmbH | Verwaltung | Impressum