Schutterwald: Leuchtturmprojekt empfängt FDP

11.02.2017 - Büssemaker, Dr. Michael

Schutterwald: Leuchtturmprojekt empfängt FDPDer Verein "Leben mit Behindertung Ortenau e.V. präsentiert Haus Damasina dem FDP Kandidaten

Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderungen eine Heimat zu geben, für ihr körperliches und leibliches Wohl zu sorgen und Hilfe bei der Eingliederung zu leisten: Das sind die Grundsätze des Vereins „Leben mit Behinderung Ortenau e.V.“ als Betreiberin des Hauses „Damasina“ in Schutterwald.

Besucht wurde die Einrichtung von Trutz-Ulrich Stephani, FDP-Kandidat für den Deutschen Bundestag, Wahlkreis „Offenburg“.

Bei einer Hausführung präsentierten der Vereinsvorsitzende Konrad Ritter, geschäftsführender Bewährungshelfer i.R., sowie Wolfgang Dürr, Geschäftsführer der Institution der FDP-Delegation die Einrichtung, Wohnbereiche, Förderbereich und Außenanlagen und erläuterten das pädagogisch - therapeutische Konzept. Das Haus, eröffnet 2001, bietet Platz für 20 Bewohner im Alter von 20 – 60 Jahren, betreut von insgesamt 55 Pflegekräften über 24 Stunden/Tag. Das Haus stellt acht Ausbildungsplätze; der Einzugsbereich erstreckt sich über den Ortenaukreis, wobei die Fallzahlen weiter zunehmen.

Auf die Frage, wie die Verantwortlichen der Institution von außen gesehen werden wollen, kamen spontane Antworten. Ritter: „Die Leistungen des Hauses strahlen wie ein Leuchtturm über das Land, sogar über die Kreisgrenzen hinaus; diesem Qualitätsanspruch gilt mein Einsatz“. Und Dürr: „Die Einrichtung bildet eine harmonische Einheit, alle Räder greifen gut ineinander“.

Die intensive Diskussion führte schnell zu vielerorts bekannten Reizthemen. Der Beruf des Pflegedienstes genießt in der Öffentlichkeit zwar hohes Ansehen; die Vergütung entspricht aber nicht der besonderen Leistung, die hier tagtäglich erbracht wird, so der Tenor der Gesprächsteilnehmer. Die Arbeit der Pflegekräfte ist hochspezialisiert; das Tagesgeschäft ist sensibel und mit hoher körperlicher und psychischer Belastung verbunden. Die Anzahl der männlichen Pflegekräfte nimmt ständig weiter ab. „Die Abschaffung des Zivildienstes erweist sich hier als Sündenfall der Politik“, so Ritter.

Bereiche, wie die notwendigen familienunterstützenden Dienste sind notwendig, durch finanzielle Zuwendungen aber nicht gedeckt. Leistungen können nur durch Spenden aufrechterhalten werden.

Das Haus „Damasina“ ist in Schutterwald hervorragend integriert. Die Bewohner nehmen, je nach körperlicher Fähigkeit, am gesellschaftlichen Leben teil.

Trutz-Ulrich Stephani und weitere FDP-Mitglieder verabschiedeten sich mit einem Wunschkatalog im Gepäck, der auf Landes- und Bundesebene vorgelegt werden soll

 

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