Regierungsversagen bei Impfstoffversorgung / Deutschland vergibt Chancen für Europa

25.01.2021 - Huber, Dr. Johannes

Die Infektionszahlen zeigen Wellenverläufe. Kaum ist eine Region sicherer, geht es in anderen richtig los. Der Lockdown ist derzeit die einzige wirksame Möglichkeit die Wellen zu brechen. Hoffnung liegt auf der in Deutschland entwickelten Impfung von Biontec. Die Mainzer Firma wurde von der Bundesregierung Mitte 2020 mit ca. 400 Mio. Euro für ihre Entwicklung unterstützt. Ein Partner für Produktion und Vertrieb wurde in Pfizer gefunden.
Das europäische Vorgehen bei Verteilung der Impfdosen ist zu rechtfertigen. Das Verständnis für die besser Versorgung außereuropäischer Länder fehlt mir jedoch vollkommen. Der Versuch des Zugriffs auf die deutschen mRNA Impfstoffentwicklungen war bereits im Herbst bei dem zweiten deutschen Hoffnungsträger Curavec zu erkennen. Die USA verpflichten per Dekret Impfstoffhersteller zur bevorzugten inländischen Versorgung. Andere bezahlen überhöhte Preise.
 
Der Gesundheitsminister Spahn muss sich fragen lassen wer hier versagt hat. Dies kann auch nicht durch den Kauf überteuerte Antikörperextrakte ausgeglichen werden.
Ich halte eine Diskussion über europäische Souveränität auch im Rahmen eines Untersuchungsausschusses zu diesem Thema für geboten.
 
Dr. Johannes Huber
Kreisvorsitzender FDP Ortenau
(c) FDP Kreisverband Ortenau | Technik: Alphadat EDV-Service GmbH | Verwaltung | Impressum