Informationsbesuch von Dr. Friedrich Bullinger

10.12.2015

Informationsbesuch von Dr. Friedrich BullingerInformationsbesuch des Landwirtschaftspolitischen Sprechers der FDPLandtagsfraktion
Dr. Friedrich Bullinger im Landtags- Wahlkreis 52 Kehl
Auf Einladung des FDP-Landtagskandidaten für den Wahlkreis 52 Kehl, Klaus
Brodbeck stattete der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im
Landtag von Baden-Württemberg, Dr. Friedrich Bullinger MdL, dieser Tage einen
Vor-Ort-Besuch ab, um sich durch „persönlichen Augenschein und Gespräche mit
Landwirten“, ein konkretes Bild von den Sorgen und Nöten der Landwirtschaft zu
machen.

 Dabei überzeugte Dr. Bullinger, der nach einer Lehre als praktischer
Landwirt noch Landbau und Agrarwissenschaft studierte und schließlich zum Doktor
der Agrarwissenschaften promovierte, durch profunde Kenntnis sowohl
landwirtschaftlicher Praxis, als auch im sicheren Beherrschen rechtlicher und
wirtschaftlicher Zusammenhänge im Agrarbereich. Durch geschickte Auswahl von
jeweils einem Betrieb in der Rheinebene bei Hansjörg Körkel Bodersweier, einer
Begegnung mit Obstbauern und Winzern beim Obstgroßmarkt Oberkirch und dem
Besuch eines Betriebs der Höhenlandwirtschaft in Ottenhöfen betreibt (Andreas
Kimmig), konnte sich Bullinger einen Überblick über die Breite und Vielfalt der
landwirtschaftlichen Produktion im Wahlkreis verschaffen. Unisono beklagten die
Landwirte die überbordende Agrarbürokratie. Hinzu kämen sog. länderspezifische
Auflagen der grün-roten Landesregierung, die zu höherem
Bewirtschaftungsaufwand und damit zu einer geringeren Wirtschaftlichkeit der
ohnehin gebeutelten Betriebe führten. Auch sei es nicht hinnehmbar, dass nach
dem neuen Landes-Förderprogramm FAKT 30 Prozent der vom Land bereit
gestellten Fördersumme von 90 Mio. Euro an nur 8 Prozent der Betriebe ginge. Die
Bitte seitens des Landes überprüfen zu lassen, ob für die Abfrage von Geodaten
eine ebenso landwirtschaftsfreundliche Regelung wie z.B. in Rheinland-Pfalz
gefunden werden könne, nahm der Landwirtschaftspolitiker gerne mit nach
Stuttgart. Auf offene Ohren Bullingers fiel auch die von Obstbauern und Winzern
vorgetragene Forderung, eine steuerfreie Risikoausgleichsrücklage einzuführen, mit
der witterungsbedingte Ertragsschwankungen ausgeglichen werden können. Dies,
so Bullinger sei eine alte Forderung der FDP, an der man auch in Zukunft festhalten
werde.
Bei der Frage nach der Zukunft der Höhenlandwirtschaft gehe es letztendlich um
die Frage, welche Landschaft die Gesellschaft wolle. In diesem Wirtschaftssegment
können Betriebe nur dann überleben, wenn man bereit sei, den Landwirten für die
Pflege der Kulturlandschaft einen Ausgleich zu bezahlen, der ihnen und ihren
potentiellen Hofnachfolgern dauerhaft eine wirtschaftliche und existenzielle
Perspektive biete. Dafür wollten er und seine Partei sich gerne einsetzen.

Lesen Sie auch den Bericht der Acher-Rench Zeitung:

acher-renchzeitung-bullinger.pdf

 

 

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